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Stadtmeisterschaft 2013

Ergebnisse

Tag 1 - Samstag

Spitzensport in der Nicolaihalle

Samstagmorgen, 7.30 Uhr: Einige dunkle Gestalten stellen fast geräuschlos ihre PKW widerrechtlich auf dem Schulhof der Nicolaischule ab, Schlüsselbunde klappern, die Tür der Turnhalle schwingt auf, geheimnisvolle, unförmige Pakete werden in die Halle getragen, jeder Handgriff sitzt, alles läuft fast ohne Worte, Licht flammt auf……die Helfer der 33. Herzberger Stadtmeisterschaften im Tischtennis sind am „Tatort“ eingetroffen!

Bereits um kurz nach 8 Uhr ist das Orga-Team fast komplett, Kaffee- und Waffelduft zieht durch die Halle und die ersten Teilnehmer treffen ein. „Lasset die Spiele beginnen“!

Schülerinnen A

Nun ja, ganz so theatralisch haben der 1. Vorsitzende Michael Recht und Schirmherr Bürgermeister Gerhard Walter die Teilnehmer um kurz nach 9 Uhr doch nicht begrüßt, aber dennoch mit launigen Worten. Zu den üblichen „Regieanweisungen“ gesellte sich in diesem Jahr noch die Bitte, die Schiedsrichterzettel besonders sorgfältig auszufüllen, da alle Ergebnisse über die Turniersoftware des TTVN direkt online zu den einzelnen Spieler-Werten hinzugefügt werden.

Die erste Klasse der Schülerinnen A war für die spätere Siegerin Lisa Napieralla (TTC Herzberg) nicht nur ein Heimspiel sondern auch schon fast ein „Spaziergang“, da sie in ihren drei Partien keinen Satz abgab. Die weiteren Plätze wurden allesamt von Spielerinnen des TTV Scharzfeld belegt.

Gemeinsam mit der Zweitplatzierten Carolin Niebuhr gewann Lisa Napieralla auch den Doppeltitel und wiederholte so ihr „Double“ vom Vorjahr.

Damen offen

Erstmals stellten sich auch zwei Damen aus Wimmelburg dem Wettbewerb. Insgesamt waren die Sachsen-Anhalter sogar mit zwei PKW angereist, die Damen bekamen Unterstützung von gleich 6 Herren. Hier gab es für die Turnierleitung bzw. das neue Programm gleich die erste „Feuerprobe“ – denn drei Spielerinnen wiesen die gleiche Bilanz auf, so dass am Ende die Satzverhältnisse über die Rangfolge entschieden. Dagmar Ansorge durfte sich über den größten Pokal freuen, Milena Recht und Ronja Recht folgten auf den Plätzen. Im Doppel hatten dann die Recht-Schwestern klar mit 3:0 Sätzen das „Sagen“.

Schüler A

Gleich fünf Gruppen für die insgesamt 17 Starter hatte die Turnierleitung bei den Schülern A zu verwalten. Da jedoch alle Teilnehmer überaus diszipliniert und zügig an die Tische gingen, gab es keinerlei Wartezeiten. Aus den Gruppen kamen die beiden Erstplatzierten in die Hauptrunde, wobei es keine Überraschungen gab. Erfreulich war in diesem Jahr, dass es sieben Vertreter aus dem Landkreis unter die letzten zehn geschafft haben. Mit Elias Beck schied der letzte Kreisvertreter im Halbfinale aus, er belegte in der Gesamtwertung Rang vier. Im Finale setzte sich mit Dorian Pilarski der Vorjahressieger gegen Tim Reiss von Torpedo Göttingen nach vier Sätzen durch. Auch hier bildeten Erster und Zweiter das siegreiche Doppel, vor Luca Limburg/Tim Labersweiler vom TTC Förste.

Herren bis QTTR 1550

Da die vorhergehenden Klassen ja nicht sehr teilnehmerstark waren, gab es um 14 Uhr in der Nicolaihalle ein ungewohntes Bild: Sämtliche Herrenspieler der Klassen bis 1550 und Offen waren bereits eingespielt, alle Tische blieben unaufgefordert leer, es herrschte eine gespenstische Stille (die Jugend war schon auf dem Heimweg) und alle warteten auf den „Anpfiff“ durch die Turnierleitung! Dieser erfolgt dann auch mit nur kurzer Verzögerung, bis die Nachmeldungen in das System integriert waren und los ging‘s!

Für die 22 Starter „bis 1550“ gab es ein strammes Programm, in sechs Gruppen wurden die Endrundenteilnehmer ermittelt. Es blieb aber dennoch genug Zeit für Gespräche und den Besuch der allseits beliebten „Kantine“. Während die Spieler des Landkreises Osterode Örtlichkeiten und „Buffet“ bereits kennen und schätzen, waren einige neue Spieler, so z.B. Alfons Heine/Seulingen und Yves Lupette/Weende total begeistert : „Es ist bei Euch soooo gemütlich, ach, gib mir noch ein Stück Kuchen!“ Auch die hier angetretenen Wimmelburger Spieler werden sicherlich beim nächsten Start weniger Proviant einpacken und vor Ort zugreifen. Doch natürlich war der sportliche Teil die Hauptsache – und da sich die Aktiven fast alle kannten, war es auch kein Wunder, dass die Ermittlung des „Stadtmeister 2013“ in dieser Klasse die letzte Entscheidung des Abends war. Im Finale setzte sich Frank Pfeiffer gegen den Dauergast Klaus Lüer durch, Alfons Heine sicherte sich nach vier Sätzen über Kevin Winter auch einen Pokal bei seinem Erststart. Bei den Doppeln ging es nochmals richtig zur Sache. Sie werden stets nach den Gruppenspielen ausgetragen, damit in den Gruppen ausgeschiedenen Spieler evtl. schon die Heimreise antreten können. In der Klasse bis 1550 wurde schon fast unerbittlich um jeden Punkt gefightet – so soll es sein! Hier setzten sich mit Lüer/Heidergott zwei Lokal-Matadore durch gegen Heine/Lupette. Und dass die Finalisten meistens die Jüngeren sind, wurde auch eindrucksvoll widerlegt – alle vier Akteure kamen auf ein Gesamtalter von 251 Jahre, inkl. Schiedsrichter Rudi Krause auf einen Schnitt von 63 !

Herren offen

Quasi in der anderen Hälfte der Nicolaihalle flogen die Bälle etwas schneller über’s Netz, 15 Herren offen suchten ihren neuen Titelträger. Hier schafften es Chris Langkabel/Freiheit und Carsten Ruhnke (vormals Hattorf, jetzt Torpedo Gö) als einzige „Kreisvertreter“ in die Phalanx der Spieler aus dem Göttinger Großraum vorzudringen. Und beide Spieler trafen auf Tim-Martin Kujoth, den Vorjahressieger. Sowohl Chris als auch Carsten verlangten Kujoth einiges ab, denn alle beide gaben sich erst knapp nach fünf Sätzen geschlagen, hatten sogar im letzten Durchgang einen hauchdünnen Vorsprung, den sie aber nicht nutzen konnten. So kam es überraschend zur Neuauflage des Vorjahres-Finals : Maik Schönknecht gegen Tim-Martin Kujoth. Gab es vorher schon reichlich Applaus vom Publikum, so war hier wieder „Tischtennis vom anderen Stern“ zu sehen. Für alle anwesenden Aktiven aus dem Kreis besonders beeindruckend ist die ausdauernde, raumgreifende Beinarbeit und der stete Wechsel aus Angriff und Verteidigung, der auch dieses Endspiel wieder zu einem Augenschmaus machte. Diesmal hatte Maik Schönknecht die Nase vorn und wird in 2014 den Titel versuchen zu verteidigen. Die vier Erstplatzierten fanden sich auch im Doppelwettbewerb vorn: Schönknecht/Ruhnke vor Gatzemeier/Kujoth.

Samstagabend, 23 Uhr:

Sportwart Frank Nolte fährt die Rechner herunter, klemmt sich die Kantinenkasse unter den Arm , das Licht in der Nicolaihalle erlischt, ein Schlüsselbund klappert und eine letzte dunkle Gestalt huscht über den Schulhof…..Der Countdown für Tag 2 beginnt!

 

Tag 2 - Sonntag

SG Lenglern dominiert Herrenklassen und siegt bei Erwachsenen Wertung

Nachdem der erste Tag für die Turnierleitung quasi zum „Warmlaufen“ war, ging es am Sonntag an die Grenzen der Kapazitäten: 51 Schüler und Jugendliche traten um 9 Uhr zur Begrüßung vor Michael Recht. Obwohl sich alle Beteiligten redlich bemühten, keinen Leerstand an den Tischen zu haben, kann man ja einen Faktor nie kalkulieren – die Spieldauer. Tischtennis ist nun mal kein Fußballspiel, dass nach 90 abgepfiffen wird. Die folgenden Herrenklassen durften erst mit einer Stunde Verspätung an die Tische, nahmen diesen Umstand jedoch äußerst geduldig hin.

Weibliche Jugend

Gegenüber drei Teilnehmerinnen im Vorjahr gab es jetzt eine 100%-ige Steigerung. Aus den Gruppen gingen Joline Klemm und Laura Vollbrecht ungeschlagen hervor, setzten sich im Halbfinale über ihre Gegnerinnen in 5 Sätzen durch und trafen im Finale aufeinander. Joline Klemm konnte nach weiteren fünf spannenden Sätzen ihren Vorjahreserfolg unter den Augen der Familie wiederholen. Besonders angenehm war das Vereinsduell für Trainer Michael Recht, der in diesem Fall nicht „coachen“ musste. Beim Doppel vereint verwiesen Vollbrecht/Klemm Laura Beck und Pia Böttcher auf Rang zwei.

Männliche Jugend

Hier traf der interessierte Zuschauer auf bekannte Namen wie „Peters“ oder „Ruhnke“. Allerdings ist dies schon „the next generation“, denn die älteren Brüder sind dieser Klasse längst entwachsen und müssen im Herrenbereich um Punkte kämpfen. Neben den favorisierten Spielern zog auch Jannis Hübner in die Endrunde ein, bei Kevin Winter war für ihn jedoch nach drei Sätzen Endstation. Das Hattorfer Finale entschied nach vier Sätzen Till Peters für sich, Dritter wurde Kevin Winter.

Den obersten Platz auf dem Siegerpodest gab es dennoch für Kevin Winter / Thomas Ruhnke, die im Doppel das Duo Benjamin Hennies/ Tim Reiss besiegten.

Schülerinnen B/C

Als nächste Klasse, die es für die Turnierleitung vorrangig abzuwickeln galt, waren die Schülerinnen B/C im Focus. Die 11 Teilnehmerinnen aus Herzberg, Hattorf und Walkenried hatten zwar z.T. noch keine lange Spielpraxis, gaben jedoch alles, so dass hier niemand ohne Satzverlust in die Hauptrunde einzog. Teilweise waren es hier mehr die „Betreuer-Duelle“ an der Banden, als die der Spielerinnen, die interessant waren. Im Finale setzte sich Tamara Heumann glatt in drei Sätzen gegen Maja Mogge durch.

Schüler B/C

Das stärkste Feld über alle Klassen stellten die Schüler B/C mit 24 Startern, von denen die Hälfte nach der Gruppe in die Einzel-k-o-Runde einzog. Überaus erfreulich war die große Zahl der vertretenen Vereine, von Northeim bis Walkenried, von Herzberg bis Bilshausen usw. Da die meisten Spieler auch im nächsten Jahr noch dieser Klasse angehören werden, wird diese Konkurrenz wahrscheinlich am Turniersamstag 2014 stattfinden.

Dann muss Timon Zimmermann, für Bilshausen startend, seinen Titel verteidigen, den er diesmal gegen seinen Vereinskameraden Jonas Henning errang. Das „Double“ gelang Timon nicht, im Doppel hatten die Hattorfer Andre Brakel / Alexander Buhl die Nase vorn.

Herren bis QTTR 1800

Steffen Neumann brachte den Wanderpokal nicht nur persönlich vorbei, er machte auch keinen Hehl daraus, dass er sich an den „Pott“ in seinem Wohnzimmer gewöhnt hatte. Er qualifizierte sich als erster für die Hauptrunde, in die es auch die Landkreis-Spieler Timo Kunzendorff, Sven Peters und Christian Thiele schafften. Allerdings war hier für alle drei Endstation. Die Halbfinals Neumann/Grüne und Bährens/Isermann konnten bereits an den Tischen 2 und 4, also mit „Lücken“ ausgetragen werden, unumgänglich bei dem raumgreifenden Spiel der Akteure. Im Finale setzte sich dann Steffen Neumann über Malte Bährens in vier Sätzen durch, bei denen Neumann kaum Anzeichen von Ermüdung zeigte, Bährens mehr und mehr mit sich selbst schimpfte und mit seinem Doppelpartner nicht mehr Schritt halten konnte. Die Erklärung folgte nach dem Duschen: „Ich hab‘ so Muskelkater, ich hätte wohl gestern doch nicht joggen sollen!“ Stephan Grüne machte nach seinem Sieg im Spiel um Platz drei die vierte Mineralwasserflasche leer und hatte sich danach auch ein Bier verdient.

Das Doppel, „Double“ und die Titelverteidigung hatten Neumann/Bährens zuvor über Timo Kuzendorff/Sven Peters perfekt gemacht.

Herren bis QTTR 1400

Allein schon bedingt durch die etwas „ruhigere“ Spielanlage der Herren bis 1400 zog sich deren Konkurrenz so in die Länge, dass Steffen Neumann seinem Vereinskollegen Carsten Iglisch noch mit Tipps im Finale gegen Horst Hildebrandt zur Seite stehen konnte. Nach anfänglichen Problemen konnte er zum 2:2 Satzstand ausgleichen und in einem „Herzschlagfinale“ mit 16:14 den Stadtmeisterschafts-Dauergast Horst Hildebrandt auf Rang zwei verweisen. Über den dritten Platz freute sich Gunter Neumann sehr, der nach längerer Verletzung in seinem ersten Turnier gleich auf’s Treppchen kam. So ganz ohne Titel geht Horst Hildebrandt ja nie aus der Nicolaihalle: An der Seite von Ralf Kasparek, TTC Hattorf, holte er sich den Titel des Doppel-Meisters.

Noch während die letzten Urkunden ausgedruckt wurden, rückte das TTC-Team an und begann mit dem Abbau, der in der Halle rasch vonstatten geht. In der Kantine dauert dies immer etwas länger, weil viel mehr Kleinkram verstaut werden muss. Aber auch das war um 22 Uhr bewältigt, die Türen der Nicolaihalle schlossen sich hinter Michael Recht. Gäbe es ein Ranking für die Personen, die sich an so einem Turnierwochenende am längsten in der Turnhalle aufhalten, hätte es 2013 geheißen :“ And the Oscar goes to……Frank Nolte!“ Der TTC Sportwart war nicht nur an beiden Tagen ab 8 Uhr durchgehend in der Halle, sondern hatte mit dem Installieren der Software, den eingehenden Meldungen, der Auslosung und der Turnierbegleitung und -nachbereitung den meisten Zeitaufwand von allen Helfern – danke Frank !

 

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