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Stadtmeisterschaft 2012

Ergebnisse

32. Herzberger Stadtmeisterschaften – eine Erfolgsstory !
Rückblick auf ein gelungenes Wochenende 3. und 4. März 2012

Frage: Was tut ein erster Vorsitzender an einem Sonntagabend gegen 22.30 Uhr auf einer Leiter in einer Turnhalle? Diejenigen Helfer vom ausrichtenden TTC Herzberg, die noch mit abgebaut haben, werden nur schulterzuckend sagen: „Na was schon: Er hängt den provisorischen Sonnenschutz ab!“
Genau dieses seit Jahren andauernde Ärgernis haben einige findige TTC-„Aktivisten“ jetzt in den Griff bekommen, indem auch die zweite Seite der Fenster verhüllt wurde, die stets unter Sonnen“beschuss“ lag. So hatten alle 159 Starter der 32. Stadtmeisterschaften blendfreie Sicht auf die Tische.

Aber beginnen wir doch einfach am Anfang:

Samstag, 3. März 2012, 9 Uhr

Pünktlich wie gewohnt griff Michael Recht am ersten Turniertag zum Mikrofon und begrüßte zunächst die Schüler und Jugendlichen beim Kampf um die Punkte. Nach einigen erklärenden Worten zum Ablauf, zur Turnierleitung und zur Kantine wurde es unter den Augen zahlreicher Betreuer und besonders vieler Eltern Ernst.

Als erstes wurde die Siegerin der Schülerinnen A gekürt, da nur sechs Teilnehmerinnen von der Turnierleitung bevorzugt an die Tische gebeten wurden. Nach Gruppenspielen und einfach-k-o-Runde nahm Lisa Napieralla den Pokal vor Celina Klemme (Bilshausen) entgegen. Auch im Doppel wurde Lisa gemeinsam mit ihrer Vereinskameradin Nicole Depping zuletzt zur Siegerehrung gebeten, da diese immer „rückwärts“ erfolgt.

Parallel dazu ermittelten die „Fast-Damen“ der weiblichen Jugend ihre Stadtmeisterin. Hier fanden sich nur drei Anwärterinnen vom TTC Herzberg ein, so dass alle Wertungspunkte für den Ausrichter zählten. Joline Klemm trug hier den Sieg davon.

Auch die Schüler A zeigten bereits Spielzüge in Perfektion, wobei sich im Doppelfinale mit Johannes Knapp ein Walkenrieder Spieler unter drei Bilshäuser mischte. Da Bilshausen auch für gute Jugendarbeit bekannt ist, wunderte es niemanden, dass bei der Urkunden-Übergabe im Einzel mit Dorian Pilarski und Fabian Rudolph erneut die Doppelgewinner aufgerufen wurden.

Mit 35 Startern das größte Teilnehmerfeld trug die Bezeichnung „Schüler männlich B/C“.
Hier musste die Turnierleitung gleich 10 Gruppen bilden, die ihren (Stadt)Meister erst gegen 16 Uhr ermittelt hatten. Da hier die jüngsten Starter mit dabei waren, zeigten sich natürlich erhebliche Leistungsunterschiede, die sich aus Sicht der Verantwortlichen jedoch positiv auf den Zeitplan auswirkten. Dennoch gab es für die Eltern der Sprösslinge bereits erstaunliche Duelle zu sehen. Hier gelang es sogar Luca Helbing, den 4. Platz zu erringen. Erstaunlich deshalb, weil Luca vom noch relativ jungen TT-Verein TV Friesen Walkenried kommt, bei dem sich eine Handvoll Betreuer für gut eine Stunde in der Woche um den Spieler-Nachwuchs kümmert; wie man sieht, bereits sehr erfolgreich.
Die klaren Favoriten mit Spielpraxis und der richtigen Portion „Abgebrühtheit“ kamen auch hier wieder aus Bilshausen und stellten ihre Fähigkeiten unter Beweis.

Nachdem die Jungs mitsamt Urkunden, Pokalen und Eltern die Nicolaihalle verlassen hatten, gab es endlich genug Platz für die 28 Herren der Klassen „offen“ und „bis Q-TTR 1500“.
Seit diesem Jahr werden auch die Turnierklassen nach den persönlichen Q-TTR Werten eingeteilt, so dass eine Turnierleitung ohne Laptop bzw. ohne Internetanbindung inzwischen gar nicht mehr möglich ist. Da Sportwart Frank Nolte jedoch aus der IT-Branche kommt, stellten diese neuen Anforderungen kein Problem dar, so dass die Turnierleitung perfekte Arbeitsbedingungen vorfand. Zuerst konnten die Urkunden für die Herren bis 1500 gedruckt werden, wobei sich „Stammgast“ Horst Hildebrandt erneut den Titel sicherte. Im Doppel reichte es diesmal jedoch „nur“ zu Platz zwei, den er mit Frank Pfeiffer/Hattorf erreichte. In dieser wie auch der offenen Klasse gab es eine geradezu herrliche Mischung von „Lokalmatadoren“ und Northeimer und Göttinger Spielern, die attraktive, spannende Begegnungen boten, gerade weil man sich nicht so gut kennt und auf’s Taktieren verzichtet. Über allem Wettbewerb blieb jedoch der Fairness-Gedanke nicht nur Gedanke, sondern die Schiedsrichter-Entscheidungen wurden oft gemeinsam von den Aktiven korrigiert.

Mehr leistungsorientiert verliefen die Partien bei den Herren offen. Auch hier wurden die Endrundenteilnehmer aus Gruppen ermittelt, wobei es keine großen Überraschungen bei den Ergebnissen gab. Die ambitionierten 5 Herzberger Teilnehmer dieser Klasse machten ihren Mitstreitern das Leben zwar schwer, es gelang jedoch keinem, das Hauptfeld zu erreichen. Aus einem recht hitzigen Finale ging Tim Kujoth als Sieger über Maik Schönknecht hervor, Steffen Neumann verwies Sven Peters auf einen „Tassenplatz“ (der 4.Platzierte erhält einen Stadtmeisterschafts-Becher).
Im Doppel setzte sich mit den Hattorfern Ruhnke und Peters ein noch recht junges, aber perfekt eingespieltes Team durch.


Waren am Samstag der Renner
hart gekochte Eier auf Brötchen
Als das „Orga-Team“ um 21 Uhr die Nicolaihalle abschloss, waren die ersten 115 Brötchen, 60 Würstchen, 30 Buletten und div. Stücke Kuchen verputzt, und es hieß: „Da werde ich wohl nochmal welche kochen müssen…..(hart gekochte Eier, die auf Brötchen mit Majo der Renner waren)!“


Sonntag, 4. März 2012 – kurz vor 8 Uhr:

…die Halle ist bereits offen, da Sportwart Nolte schon vor der offiziellen Hallenöffnung am Laptop sitzt, Ergebnisse nachträgt und für die nun unumgängliche Eingabe ins Internet vorbereitet. Als der zweite Turniertag um 9 Uhr durch Michael Hartmann (V2) eröffnet wird, haben fleißige Helfer bereits etliche Kannen Kaffee gekocht, wieder Brötchen geschmiert, die Halle in einen ordentlichen Zustand versetzt, und, und und.

Relativ entspannt beginnt der Tag mit der männlichen Jugend (12 Starter) und auch nur 16 Teilnehmerinnen bei den Schülerinnen B/C. In beiden Klassen bleiben die Spieler/innen des Landkreises Osterode unter sich. Da die Mädchen vom TTC Pe-La-Ka trotz junger Jahre bereits über die längste Spielpraxis verfügen, machen sie den Titel unter sich aus, wobei mit Corinna Piticescu zwar eine Spielerin im Hattorfer Trikot gewinnt, die ihre Wurzeln jedoch auch beim TTC Pe-La-Ka hat. Für die meisten Teilnehmerinnen bedeutet der Wettkampf „Turnier-Atmosphäre“ schnuppern und auf andere Spielerinnen als im Training stoßen, da etliche noch neu im „Punktspielgeschäft“ sind. Trotzdem oder gerade deshalb geben die Spielerinnen alles und so manche hat große Fortschritte trotz Niederlagen gemacht.
Am meisten Spaß hatte wohl die jüngste und zugleich kleinste Teilnehmerin Sarah Leder vom TTC Herzberg, die erwartungsgemäß keinen „Blumentopf“ gewinnen konnte, jedoch mit Feuereifer und großem Laufeinsatz Publikum und Gegner beeindruckte.

Bei den „langen Kerls“ der männlichen Jugend zogen sich die Spiele in die Länge, ganz klar, wenn allein 7 Starter aus Hattorf kommen und man sich untereinander in-und auswendig kennt. Zum Glück gab es für die doch raumgreifenden Partien genug Platz und auch die Zuschauer profitierten von der übersichtlichen Klasse. Besonders spannend war wie am Vortag eine Partie Ruhnke gegen Peters, nur dass Carsten Ruhnke es diesmal (noch) nicht mit Sven sondern Bruder Till zu tun hatte. Einem „dejá-vu“ gleich fand das Spiel erneut an Tisch 3 statt und ging prompt ebenfalls über die volle Länge von 5 Sätzen, die Carsten diesmal sicherlich auch wegen seiner – zumindest äußerlichen – Ruhe mit 14:12 für sich entschied. Die Erklärung dafür folgte wenig später: „Wie, ruhig – ich bin fix und fertig !“ Nach dieser kräfteraubenden Partie war erstmal Pause angesagt, bevor im Finale der „große Bruder“ Sven erneut auf ihn wartete. Nach weiteren fünf Sätzen erwartete ihn dann jedoch der große Pokal für den Sieger!
Das Double wurde perfekt, als Carsten mit Marc Hensel auch noch den Doppeltitel für Hattorf holte.

Ziemlich pünktlich konnten um 14 Uhr die letzten Damen offen- und zwei Herrenklassen begrüßt und zum Einspielen an die Tische geschickt werden. Mit 6 Teilnehmerinnen und 8 bei den Herren Q-TTR bis 1350 waren diese Felder gut zu überblicken, mit einem Plus von 11 Startern im Vergleich zum Vorjahr stellten die 35 Herren bis Q-TTR 1800 eine imposante Klasse.
Tara Eisfeld, die den Wanderpokal beim Eintreffen in der Tasche hatte, machte in jeder Partie klar, dass sie ihn auch im Jahr 2012 mit nach Göttingen nehmen möchte – und setzte sich tatsächlich gegen ihre Mitbewerberinnen mit nur zwei Satzverlusten durch – Unternehmen Titelverteidigung geglückt! Härteste Konkurrentin war Viola Kellner aus Esplingerode, die gern weitere ihrer Vereinskameradinnen mitgebracht hätte.
Im Doppel war das eingespielte Team der Herzbergerinnen Laura Vollbrecht und Ronja Recht nicht zu überwinden.

Je drei Einzel standen bei den Herren bis Q-TTR 1350 auf dem Programm, um evtl. die Hauptrunde zu erreichen. Am erfolgreichsten schnitt dabei Ralf Kasparek ab, der zum ersten Mal „Stadtmeister“ betitelt wurde. Im Doppel hatten Andreas Dernedde und Stefan Blaess (beide TTC Pe-La-Ka) natürlich Vorteile gegenüber ihren nicht-eingespielten Gegnern und nutzten diese, um sich in die „ewige Siegerliste“ einzutragen.

Zu den „Stammgästen“ in der Spielklasse Herren bis Q-TTR 1800 gesellten sich in diesem Jahr rund ein Drittel neue Gesichter, überwiegend aus dem Göttinger Raum. Das merkte man u.a. auch daran, dass Rudi Krause, der stellvertretend für Michael Recht die Begrüßung und die ersten Einzel durchs Mikrofon gab, bei einigen Namen etwas „strauchelte“. So konnte er unmöglich den Nachnamen „Bezkorovaynyy“ korrekt aussprechen und rief stattdessen den Spieler „Mykola“ an den Tisch – der Vorname tat’s auch. Die 35 Spieler ermittelten zunächst in 9 Gruppen ihre Endrundenteilnehmer, unterbrochen vom Doppelwettbewerb. Auch hier zeigte sich die Klasse aller Teilnehmer, vorzugsweise dadurch, dass fast alle Partien mindestens über vier Sätze gingen. Im Finale setzte sich mit Neumann/Bährens eine Gastformation aus Göttingen gegen die Hattorfer L. Peters/L. Oppermann durch.
Obwohl jetzt bereits einige Spieler gut gestärkt und frisch geduscht den Heimweg antreten konnten, hatte man als Zuschauer nicht den Eindruck, dass es in der Nicolaihalle leerer wurde. Während im Achtelfinale noch drei Spieler aus dem Kreis beteiligt waren, reduzierte sich im weiteren Turnierverlauf diese Quote auf Lutz Peters, der sich bis ins Finale kämpfte. Obschon die Spieler unter enormem Druck standen und zum Teil bereits 40 Sätze in den Knochen hatten, gab es in den Halbfinals nicht nur Spitzen-Tischtennis zu sehen, sondern quasi auch „zu hören“. Da wurde geflucht, geschimpft, gelobt, getobt – aber jeder jenseits der Bande wusste wie es gemeint war. Sätze wie „Ich bin zu schnell für diesen Ball“ (Markus Friedrich schlug im Laufen neben einen Ball) oder aber „Jetzt zieh ich mal die Jammerkarte“ sorgten für Gelächter. Erst gegen 21.45 Uhr stand mit Steffen Neumann der letzte Stadtmeister 2012 fest, der sich klar gegen Peters durchsetzte. Dritter wurde Michael Kerl (Lödingsen) vor M. Friedrich (Geismar).

Die Wanderpokale für die Jugend- und die Erwachsenen-Wertung gingen in diesem Jahr beide nach Hattorf.

Fazit

Obwohl die Ausrichter erst um 23 Uhr die Halle abschließen konnten, dieser Bericht endlich am Mittwoch, also Tag 3 nach Turnierende fertig gestellt ist, hat es wieder einmal unglaublich viel Spaß gemacht.
Wir freuen uns jetzt schon auf März 2013, wenn es heißt: „Herzlich Willkommen zur 33. Auflage der Herzberger Stadtmeisterschaften !“

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