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Spiel ohne Grenzen

Anlässlich seiner 100-Jahr-Feier hat der VfL 08 Herzberg ein auf Sport und Spaß ausgelegtes Turnier im Domeyer-Stadion organisiert und mehrere herzberger Vereine zur Teilnahme eingeladen.
Gefolgt sind dieser Einladung:

  • die DLRG Herzberg
  • der Gemischte Chor Herzberg
  • der MTV Herzberg
  • die Schützengesellschaft Herzberg
  • das Tambour Corps Herzberg
  • die Herzberger Motorrad Cruiser
und natürlich
  • wir
Selbstverständlich hat auch der VfL eine Mannschaft für dieses Turnier aufgestellt.
Für die Mannschaftsaufstellung galten allerdings ein paar Regeln:
  1. Eine Mannschaft besteht aus 10 Personen
  2. Davon müssen mindestens zwei Personen Frauen sein
  3. Außerdem muss eine Person ein Kind im Alter von 7 bis 10 Jahren sein
Nachdem wir uns zum verabredeten Zeitpunkt um Leitwolf Rudi scharrten, stellten wir fest, dass wir mit Regel 1 in Konflikt geraten. Wir waren eine Person zu wenig.
Doch der VfL hatte Mitleid mit uns und stellte uns Marijana zur Verfügung, durch deren Zustoßen unsere Mannschaft auf zehn Personen aufgestockt wurde und wir so doch noch teilnehmen konnten.
Da nun die Teilnahme gesichert war, gingen die Diskussionen zu Beginn der Veranstaltung wieder in die Richtung, in die sie auch schon Tage zuvor beim Tischtennistraining immer wieder ging.
Welche Aufgaben muss man hier eigentlich erfüllen/ bewältigen/ überleben (Angesichts der hohen Temperaturen und der Tatsache, dass im ganzen Stadion kein einziges schattiges Plätzchen existiert)?
Kurz bevor es losging wurde uns erstmal unsere Betreuerin Janina vorgestellt, welche uns bei Fragen zur Verfügung stand und darauf achtete, dass es bei der Bewältigung der Aufgaben immer fair blieb.
Zu Beginn wurden die teilnehmenden Mannschaften erstmal vorgestellt, bevor die Moderation in einem direkten Übergang zur Erklärung der 1. Aufgabe kam.

1.Aufgabe: Schubkarrenrenen

Bei dieser Aufgabe ging es darum, die Mannschaft in fünf zweier-Gruppen zu unterteilen, wobei das eine Mitgleid der zweier-Gruppe mit zwei Bechern bewaffnet in einer Schubkarre saß und sich vom zweiten Gruppenmitgleid schieben ließ.
Ausgetragen wurde diese Aufgabe auf dem Fußballfeld und es traten je vier Mannschaften gleichzeitig gegeneinander an, die in den verschiedenen Ecken des Feldes starteten.
Die Gruppe, bestehend aus Schiebendem und Geschobenem, sollte nun zum Mittelkreis des Feldes gelangen, wo ein mit Wasser gefüllter Maurerküble stand. Dort sollten die Becher gefüllt werden und anschließend zurück zur eigenen Mannschaft gefahren werden um dort das Wasser zu sammeln.
Dieser Vorgang wurde wiederholt, bis alle Gruppen einer Mannschaft je einmal Wasser geholt hatten oder bis die gesetzte Frist von (lasst mich nicht lügen) 5min abgelaufen war.
Welche Mannschaft am Ende am meisten Wasser hatte, bekam die maximale Punktzahl (7), wer am wenigsten hatte, bekam die minimalste Punktzahl (1).
Diese Übung haben wir zwar als schnellste Mannschaft abgeschlossen, jedoch hatten wir auch insgesamt am wenigsten Wasser gesammlet.
Schade, nur ein Punkt nach Aufgabe 1.

Aufgabe 2: Blinde Kuh mit Hindernissen

Auch hier traten wieder vier Mannschaften gleichzeitig gegeneinander an. Der VfL hatte auf dem Fußballfeld vier gleiche Hindernispacoure aufgebaut, durch die zwei von der Mannschaft ausgewählte Mitglieder mit verbundenen Augen gehen/laufen mussten, wobei das erste Mitglied zwei Bälle mit durch den Parcour nahm, welche das zweite Mitglied, das auf der anderen Seite des Parcours wartete, wieder mit zurückbringen musste.
Da die beiden jedoch mit verbundenen Augen unterwegs waren, mussten sie sich auf die gerufenen Anweisungen ihrer Teammitglieder verlassen können. Denn wenn ein Hindernis umgestoßen wurde, gab es eine Zeitstrafe, die am Ende zur Gesamtzeit dazu addiert wurde.
Die schnellste Mannschaft bekam 7 Punkte, die langsamste 1 Punkt (wie gehabt).
Aufgrund einer guten Strategie, eindeutigen Anweisungen und eines eleganten Hüftschwungs konnten wir diese Aufgabe als Mannschaft mit einer guten Zeit ohne Strafsekunden abschließen, wodurch wir uns bei dieser Aufgabe einen der vorderen Plätze sichern konnten.

Aufgabe 3: Gemeinsames Sackhüpfen mit Ringewerfen

Die Durchführung dieser Aufgabe klingt, zumindest theoretisch, sehr einfach.

  1. Eine Mannschaft teilt sich in zweier-Gruppen auf
  2. Bei der zweier-Gruppe müssen beide Mitglieder mit einem Bein in den gleichen Sack steigen
  3. Mit quasi drei Beinen muss die zweier-Gruppe nun mit zwei großen Ringen bewaffnet eine bestimmte Strecke zurücklegen.
    Am besten ohne zu stürzen
  4. Am Ende der Strecke müssen sie diese Ringe (Innendurchmesser ca. 1m) über einen zwei Meter entfernten Stab werfen, der im Boden steckt.
    Jeder nicht getroffene Ring bringt Strafsekunden
  5. Nicht verwertete Ringe müssen wieder eingesammelt und zurückgebracht werden. (Wie bei Punkt 3, nur zurück)
  6. Diese Schritte sooft wiederholen, bis alle zweier-Gruppen einer Mannschaft einmal an der Reihe waren.
Ihr könnt euch allerdings nicht vorstellen, wie schwer es sein kann, so einen *#!§&%*# Ring über diesen #*%&§*! Stab zu werfen.
Von unserer gesamten Mannschaft (zur Erinnerung: 10 Personen) hat es gerade mal eine Person geschafft, einen Ring über den Stab zu werfen.
Doch zum Glück hatten wir mit dem Laufen weniger Schwirigkeiten, als andere Mannschaften.
Zwar gab es für uns einige Strafsekunden, doch letzter sind wir bei dieser Aufgabe nicht geworden.

Nach der für uns eher enttäuschenden 1. Halbzeit der Spiele haben wir uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit richtig anzugreifen.

Aufgabe 4: Wasserbomben werfen

Bei dieser Aufgabe war wieder die Mannschaft als ganzes gefragt, denn es galt, Wasserbomben über eine bestimmte Strecke zu transportieren, wobei sich allerdings die einzelnen Teammitglieder die Wasserbomben zuwerfen mussten, da sie sich nicht bewegen durften.
Nur eine Person durfte bzw. musste sich bewegen, denn diese musste die Wasserbomben aus einem Behältnis durch einen kleinen Parcour bringen und sie dann dem nächsten Teammitglied zuwerfen.
Zu Beginn der Aufgabe allerdings mussten alle einen kleinen Sprint mit einem Reifen aus Aufgabe 3 hinlegen und sich so verteilen, dass die Abstände zwischen ihnen nicht zu groß war, so dass die Wasserbomben gefahrlos geworfen und gefangen werden konnten, aber auch nicht zu klein, damit sie auch die volle Strecke zurücklegen konnten.
Nachdem also jeder seine Position gefunden hatte, wurden die Reifen an diese Stellen gelegt und der Spieler durfte diesen nicht mehr verlassen.
Am Ende der Schlange wurden die Wasserbomben, die heile angekommen waren, gesammelt.
Nach Abschluss der Aufgabe haben uns nur 3 Wasserbomben zum 1. Platz in dieser Disziplin gefehlt und hinterher hieß es, dass unsere Mädels mit ihren spitzen Fingernägeln dafür verantwortlich waren.
Es ist doch schön, wenn man sofort einen Sündenbock bestimmen kann.

Aufgabe 5: Tauziehen

Jede Mannschaft hat sechs Personen ausgewählt, die das Tauziehen übernehemen sollen.
Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen eingeteilt und in den Gruppen zog jeder gegen jeden. Die Gewinner der Gruppen zogen untereinander um Platz 1 und 2, die Zweitplatzierten der beiden Gruppen um Platz 3 und 4, usw.
Natürlich haben wir es in unserer Gruppe geschafft, dass die ersten drei alle ein Verhältnis von 2:1 hatten. Also haben wir ausgelost, wer erster, zweiter oder dritter sein würde. O.K., nicht gerade das sportlichste System zur Lösung, aber das schnellste.
Leider haben wir beim Losen den zweiten Platz gemacht und so zogen wir "nur" um Platz drei oder vier.
Und wir haben es geschafft den dritten Platz zu holen, dank des Testosteron-Rausches unserer männlichen Mitstreiter.

Aufgabe 6: Juxstaffel in Verkleidung mit Bobby-Cars

Diese Aufgabe ist etwas kompliziert zu erklären, aber ich versuchs mal: Insgesamt musste jede Mannschaft 2 Runden im Stadion laufen. Das ergab für jeden einzelnen eine ¼ Runde, wobei zwei mal zwei Mannschaftsmitglieder zusammen laufen mussten.
Der Start sah so aus, dass ein Mitglied mit einem Bobby-Car starten musste und dieses nach einer viertel Runde abstellte.
Nach einem kurzen Abklatschen übernahm Mitglied Nummer 2 die nächsten 100m rennend mit einem Deutschland-Hut und einem rosanem Röckchen verkleidet.
An der nächsten Station warteten die nächsten zwei Mitglieder. Eines davon zog sich das Kostüm des eben gelaufenen an und setzte sich in eine bereit stehende Schubkarre, welche vom anderen Mitglied eine viertel Runde weiter geschoben wurde.
100m weiter stand Mannschaftsmitglied Nr. 5 bereit, um sich das Kostüm anzuziehen und die erste Runde sprintend abzuschließen.
Bei Start/Ziel wurde das Kostüm von Mitglied Nr. 6 angezogen, welches dann die ersten 100m der zweiten Runde laufend zurücklegte.
Wieder ein Kostümwechsel zu Teammitglied Nr. 7, das mit dem Bobby-Car die nächsten 100m fahrend bewältigte.
Anschließend legte Teammitglied Nr. 8 frisch verkleidet laufend die vorletzten 100m zurück, bevor die Mitglieder 9 und 10, wieder verkleidet und mit der Schubkarre ausgerüstet, über das Ziel rauschten.
Alleine die Planung, wer wo steht und wann was machen muss war schon ein Abenteuer für sich.
Dennoch haben wir es geschafft, bei dieser Aufgabe die zweitschnellste Zeit in die Aschebahn zu stanzen.

Insgesamt haben wir (mit einem Punkt Rückstand auf den Höherplatzierten) den dritten Platz erkämpft.
Aber auch mit einem schlechteren Ergebnis wäre dieser Tag auf jeden Fall ein Erlebnis gewesen, denn es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht mit den anderen Vereinen diesen Wettkampf zu bestreiten.
Beim nächsten Jubiläum des VfL muss es so etwas wieder geben.
Ich schlage das 101 jährige Bestehen als nächsten Austragungszeitpunkt vor, denn dann müssen die Vereine nicht so lange auf das nächste Spektakel warten.

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